Spagyrik

Spagyrik

Was ist Spagyrik?

Unter Spagyrik versteht man einen pflanzlichen „Veredelungsprozess". Er beschreibt das Wesen im Laborprozess/Herstellprozess der spagyrischen Essenzen für frische oder getrocknete Pflanzen, biochemische Mineralstoffe und Metalle.

Der Name setzt sich aus dem Griechischen "SPAO oder SPAN" (ich trenne, zerlege bis auf den Grund, gehe den Ursachen nach, ergründe die wesentlichen Faktoren, mache eine tiefschürfende Analyse) und "AGEIRO oder AGEREIN" (ich verbinde wieder, füge zusammen, baue auf, schaffe eine Synthese) zusammen (siehe Herstellungsprozess).

Der berühmte Arzt und Gelehrte Theophrast von Hohenheim, Paracelsus prägte  im 16. Jahrhundert diese Bezeichnung. 

"Einen Naturstoff als Arznei so zu verwenden, wie er gefunden wird, ist eine Vergeudung seines Potentials.

Die wirkliche Arznei entsteht durch die Kunst, welche durch den Fall in die Materie unvollkommene Substanz wieder vollkommen macht. Spagyriker (Therapeut) heißt der, der die einzelnen Substanzen im Körper scheiden kann, das Reine vom Unreinen und der Erfahrung hat"-                                                                                                                       

                                                                                                                                                                               Paracelsus III/447.

 

Jahrzehntelange Erfahrung

Spagyrische Essenzen nachDr. Zimpel haben eine breite Wirkung. Eine Kombination mit anderen Therapien ist problemlos möglich. Ihre Wirkung basiert auf der Kombination von traditioneller Phytotherapie,Homöopathie sowie Aroma-und Mineralstofftherapie.

Anwendungsempfehlung: Die Anwendung erfolgt über ein praktisches Mundspray mit Pumpzerstäuber durch gezielte Sprühstöße in die Mundhöhle. Durch diese moderne und bequeme Art der Anwendung wird die spagyrische Essenz, feinst zerstäubt, unmittelbar von der Mund- und Rachenschleimhaut resorbiert und somit ohne Passage des Magen-Darmtrakts aufgenommen.

Die Einnahme ist praktisch und kann zu jeder Zeit erfolgen. Äußerlich können spagyrische Essenzen direkt auf die betroffenen Körperstellen aufgesprüht werden.

Kombinationen mit Heublumenwickel, Quark-oder Lehmauflagen haben sich bestens bewährt. Spagyrische Essenzen können auch in eine Salbe oder Einreibe-Emulsion eingearbeitet werden. Inhalieren mit spagyrischen Essenzen ist eine weitere bewährte Anwendungsmöglichkeit. Spagyrische Essenzen eignen sich vorzüglich für die Selbst-/Begleitmedikation häufiger Befindensstörungen.

 

Spagyrische Herstellung

 

Die Produktion der spagyrischen Essenzen nach Zimpel ist heute durch die Vorschriften 25 bzw. 26 im Homöopathischen Arzneibuch HAB genau vorgegeben und umfasst vier prinzipielle Schritte.

Frische Pflanzen, bevorzugt aus ökologischem Anbau, werden nach Vorschrift 25, getrocknete Pflanzen oder Pflanzenteile nach Vorschrift 26 verarbeitet. Die Arzneipflanzen werden zerkleinert und anschließend unter Zusatz von Wasser und Hefe bei einer Temperatur von 20°-25°C vergoren.

Nach Abschluss der Gärung wird das fermentativ umgewandelte Pflanzenmaterial einer Wasserdampfdestillation unterzogen.

Dabei trennen sich leicht flüchtige Stoffe wie ätherische Öle und Alkohol von der Ausgangssubstanz und kondensieren in Form eines aromatischen Destillates. Alkaloide, Glykoside und Gerbstoffe treten i. d. R. nicht ins Destillat über.

Der Destillationsrückstand wird abgepresst, getrocknet und bei ca. 400°C verascht. Dadurch  werden die wertvollen Mineralstoffe und Spurenelemente des getrockneten Rückstands aus ihren organischen Verbindungen gelöst und liegen nun überwiegend als Carbonate, Oxide, Phosphate, Silicate, Sulfate, etc. vor.

Die Pflanzenasche wird nunmehr vollständig dem Destillat beigemischt. Soweit löslich, gehen die Salze in die spagyrische Essenz über.

Die unlöslichen Bestandteile setzen sich ab und werden nach 48 Stunden abfiltriert.

Das Filtrat ist die spagyrische Urtinktur, das spagyrische Heilmittel nach Dr. Zimpel.

Bei der spagyrischen Aufarbeitung münden somit schonend auftrennende Herstellungsprozesse in eine gezielte Wiedervereinigung ein: "Chaos wird wieder zu einem geordneten Ganzen".

Der Sinn dieses aufwendigen Verfahrens besteht v.a. darin, auch die empfindlichen ätherischen Öle und Duftstoffe sowie die in den Pflanzen enthaltenen Mineralsalze zu gewinnen, die dadurch Bestandteile der spagyrischen Urtinkturen werden.

Spagyrische Essenzen enthalten somit die wasserdampfflüchtigen Pflanzeninhaltsstoffe und die löslichen Salze der Asche.

Sie sind in der Regel farblos oder gelblich gefärbt und haben meist einen intensiven, aromatischen Geruch.

In Bezug auf Toxizität kann gewöhnlich bereits die Urtinktur zur Therapie eingesetzt werden, da die meisten giftigen Pflanzeninhaltsstoffe aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften nicht ins Destillat übergehen.

 

Herstellung individueller Mischungen

 

Zu den klassischen Beschwerden und Krankheitsbildern, die man im Rahmen einer Selbstmedikation erfolgreich selbst behandeln kann, stellen wir passende Mischungen aus spagyrischen Einzelessenzen her.

Auch individuelle Mischungen, die Sie von Ihrem Heilpraktiker oder Arzt auf Rezept verordnet bekommen haben, fertigen wir für Sie in eigener Herstellung umgehend an.

 

Spaygrisch aufbereitete Schüßler Salze (Biochemische Mineralstoffe)

 

Wilhelm Heinrich Schüßler, der Begründer der "Biochemischen Heilweise" entwickelte eine in seiner Zeit neue Therapierichtung mit Mineralsalzen, die bei einem spezifischen Mineralstoffmangel im Körper zugeführt werden sollten. Die 12 Grundsalze, Hauptbestandteile des menschlichen Körpers, entfalten ihre besondere Heilkraft erst durch die homöopathische bzw. nun mögliche spaygrische Aufarbeitung, um die benötigte Information an die richtige Stelle im Körper zu bringen.

In der Homöopathie ist der Wirkstoff die Information, die eine therapeutische Reaktion auslöst.

Wenn  biochemische Mineralsalze mit einem spagyrischen Herstellungsverfahren nach Conrad Johann Glückselig hergestellt werden, erhält man spagyrische Zubereitungen aus diesen Mineralstoffen mit einer hohen stoffspezifischen, informellen Kraft für die Heilwirkung.

Spaygrisch aufbereitete Mineralsalze von der Phoenix Laboratorium GmbH sind flüssig und  laktosefrei. Sie können einzeln, als Mineralstoffmischung sowie mit spagyrischen Pflanzenessenzen, als sogenantes Spabion, für eine individuelle Zubereitung angwendet werden. Selbst Salben zur lokalen Anwendung sind leicht mit spagyrischen Mineralsalzdestillaten kombinierbar.