Stress im Job - erhöhtes Tumorrisiko

In einer groß angelegten, kanadischen Studie wurde vor Kurzem das bestätigt, was sich bereits zuvor viele gedacht haben: Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem persönlichen Stresslevel und dem Erkrankungsrisiko an bestimmten Krebsarten.

Entwarnung gibt es lediglich für das Krebsrisiko resultierend aus kurzfristigem Stress. Dieser kann, da er kurzfristig die Leistung steigert, sogar positiv sein. Vorsicht ist dagegen bei einem Arbeitsverhältnis mit hohem, andauerndem Stresslevel gewünscht. Als innerbetriebliche Stressfaktoren wurde hier vor allem Mobbing, die permanente Mitarbeiterüberwachung sowie die Sorge um den Arbeitsplatzverlust genannt.

Dauert das Arbeitsverhältnis weit über 10 Jahre an, erhöht sich das Risiko an Lungen-, Magen- oder Darmkrebs zu erkranken zusätzlich. Selbstverständlich muss man beachten, dass Stress nicht nur Krebs als Folge hat, sondern dringlicher noch den Herz-Kreislauf-Trakt des Körpers angreift. Des Weiteren führt er zu Bewegungsmangel und Fehlernährung; der Teufelskreis verstärkt sich.

Das Erkrankungsrisiko wird weiterhin verstärkt, wenn neben dem beruflichen auch privater Stress hinzu kommt. Der menschliche Körper hat nicht mehr die Möglichkeit, die Folgen des Stresses zu kompensieren. Neben der Gefahr, dass der Stress chronisch wird und der Mensch ausbrennt, nehmen körperliche und seelische Erkrankungen zu. Nur wenige können mit diesem Druck umgehen.

Stress ist ein Alltagsproblem unserer Gesellschaft geworden. Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind vielfältig. Ein erster Schritt wäre es, wenn nicht nur Firmen mehr auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter achten würden, sondern auch jeder selbst sein Stresslevel im Auge behält und bei Bedarf aktiv einlenkt.

Damit die Gesundheit erhalten bleibt, ist es wichtig auf sich zu achten - privat wie beruflich - und sich immer mal wieder Zeit für einen Ausgleich zu nehmen. Denn die Gesundheit ist eines jeden wichtigstes Gut!

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